Nach 126 Jahren Abschied genommen


Zur Verabschiedung kam der letzte Konvent der Barmherzigen Schwestern noch einmal zurück

Im Februar hatten wir angekündigt, dass die 12 Barmherzigen Schwestern, die zuletzt noch im Waldsanatorium gewohnt haben, das Haus verlassen und entweder in die ordenseigenen Heime in München oder in Siegsdorf umziehen werden. Der Umzug ist mittlerweile abgeschlossen. Aber die Schwestern kamen dieser Tage noch einmal im Waldsanatorium zusammen und wurden im Rahmen einer Festmesse und eines Festakts mit vielen Gästen feierlich verabschiedet. In diesem Zusammenhang wurde auch das 126-jährige Wirken der Barmherzigen Schwestern im Waldsanatorium gewürdigt.

Die Verabschiedung begann in der Kapelle des Waldsanatoriums mit einer Dankmesse, der Prälat Lorenz Kastenhofer vorstand. Der Domkapitular war in der Erzdiözese München und Freising viele Jahre für die Ordensgemeischaften zuständig.

Der anschließende Festakt sollte eigentlich im Garten stattfinden, musste aber wegen aufziehenden Regens bald ins Haus verlegt werden. Nach der Begrüßung durch Heimleiterin Birgit Hettmer und Generaloberin Schwester Rosa Maria Dick ging Kongregationsarchivarin Dr. Susanne Kaup ausführlich auf die Geschichte des Waldsanatoriums und das 126-jährige Wirken der Barmherzigen Schwestern ein und stellte die zur Verabschiedung erschiene Festschrift vor. Grußworte sprachen der Kraillinger Bürgermeister Rudoph Haux, Eleonore Zwißler von der Schoberstiftung, die immer wieder Projekte im Waldsanatorium finanziert, Altbürgermeister Dieter Hager, der heute im Haus als Bewohnerfürsprecher fungiert, und Verwaltungsdirektor Martin Strobl.

Besonders erfreut waren die zahlreichen Gäste über einen Regenbogentanz, aufgeführt von einer Gruppe aus dem Kinderhaus, das die Johanniter auf dem Gelände des Waldsanatoriums führen - ein Zeichen für die Brücke zwischen den Generaltionen. Für die musikalische Umrahmung sorgte in bewährter Weise das Duo Anaka (Katharina und Andreas Wittmann) mit Querflöte und Gitarre.


Festschrift "Die Barmherzigen Schwestern und das Waldsanatorium bei Planegg. Von der Lungenheilstätte zur Senioren- und Pflegeeinrichtung" (PDF-Datei zum Download)

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